Dienstag, 14. Februar 2017

Stulpen

Ich bin noch nicht ganz dem Nähen verfallen, stricken tue ich auch noch. Momentan arbeite ich an einer Stulpe in verkürzte- Reihen- Technik. Am Donnerstag fängt der Kurs an.












Ich habe vor einiger Zeit den Kurs schon vorbereitet gehabt, aber aktuell fiel mir ein, dass es didaktisch gesehen deutlicher wäre, die einzelnen Felder durch untersiedliche Farben hervorzuheben. 




Das war die Entstehungsgeschichte der Stulpe aus bunter Sockenwolle. Für eine Stulpe braucht man ca. 25 g Wolle und eine Nadel in Stärke 2,5 mm.






















Anschließend wird das "gute Stück " zusammengenäht und mit Bündchen "garniert". Die gleiche Stulpe in anderer Farbzusammensetzung wirkt total anders, nicht wahr? Da bestätigt sich doch zum x-ten Mal die Theorie, dass die Wollwahl beim Stricken sehr wichtig ist.




Spiegelverkehrt gestrickt, habe ich 2 gleichaussehende Stulpen.





Bis zum nächsten Mal.
Aurelija

Samstag, 11. Februar 2017

Neue Patchworkbücher



















 Ich finde es faszinierend, wenn die Natur dem Schnee trotzt.
Auf die Fensterscheibe setzten sich sanft die Schneeflocken und meine Cattleya guckt erstaunt zu. Heute morgen wollte ich euch aber nicht in die Orchideen-, sondern in die Patchworkwelt mitnehmen. Ich bin verliebt, schockverliebt in dieses Buch.



Nach dem langen Warten (bis es auf Deutsch im Stiebner Verlag erscheint) darf ich endlich darin blättern. Die Modelle (insgesamt 36) sind so hübsch, dass man fast jedes nachnähen möchte. Es wird von Hand genäht - alles! Die Autorin erklärt gleich am Anfang, wie das Nähen mit der Hand (gerade und Y-Nähte) funktioniert und erläutert auch die wichtigsten Techniken (Applizieren, Quilten mit der Hand, Binding, Hand- und Stickstiche, Reißverschluss von Hand einnähen, Knöpfe beziehen usw.). Jede Tasche ist mit einem Foto vorgestellt, dann folgt ein Patchworkdiagramm, Zuschnittplan und die bebilderte Nähanleitung. Am Ende des Buches sind die Vorlagen untergebracht. Ich finde sehr gut, dass alle Vorlagen in Originalgröße sind, man braucht sie nur abzupausen oder einfach zu kopieren. Die Vorlagen, die größer als das Buchformat sind, sind auf 2 Arbeitsbögen zu finden. Sie sind auch in Originalgröße (so kann man schon gleich sehen, wie groß die Tasche werden soll). Alle angegebenen Maße sind cm-Maße. Es sind in dem Buch nicht nur Taschen und Täschchen versammelt. Ich werde bestimmt die süßen Kleinigkeiten wie Maßbandetui in Elefantenform (man muss den Elefanten am Schwänzchen ziehen, damit das Maßband zum Vorschein kommt), Brillentäschchen, Tasche für die Schere und diese Tasche nähen.



















Generell gilt für jedes Modell: Es ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Man achte auf die Reißverschlussergänzung bei dem Brillenetui. Die Stoffkugel ist extra dafür genäht. Das Etui hat eine harte genähte Einlage, damit die Brille bruchsicher aufbewahrt wird.


Von so einem Täschchen mit Bügelverschluss habe ich lange geträumt und den Verschluss vorsorglich schon letztes Jahr bei Nadel & Faden in Osnabrück gekauft. Die Sechsecke haben eine Kantenlänge von 1,5 cm, so könnt ihr euch vorstellen, wie klein man arbeiten muss. Ich freue mich schon auf das Nähen, denn Handnähen macht mir so viel Spaß.









Dieses hübsche Häuschen für Bleistifte und andere Schreibgeräte werde ich nähen und verschenken. Ich weiß schon, wer sich in Kürze darüber freuen darf. Ich werde bestimmt das Ergebnis zeigen, versprochen.

 Als Krönung des Ganzen präsentiert die Autorin auch einen größeren Quilt (ca.80 x 80). Er besteht aus 16 Miniquilts (18,6 x 18,6), die man auch einzeln verwenden kann z.B.: auf die Vorderseite einer Tasche aufnähen oder zu einer Decke zusammennähen. Das Zusammenfügen der fertigen Miniquilts ist sowohl genial als auch einfach. An den kleinen Blöcken kann man nähen, wenn man gerade ein wenig Zeit hat. Die Blöcke können zuerst  gesammelt werden. Der Quilt würde sich auch für eine Gemeinschaftsarbeit gut eignen.


Das Buch würde ich wärmstens empfehlen für alle, die gerne was Selbstgemachtes in ihrem Alltag gebrauchen oder ein nettes Geschenk für jemanden fertigen möchten. Auch zum Anschauen und sich  von den tollen Stickideen, Nähtechniken, Applikationen zu inspirieren ist das Buch bestens geeignet.

Das zweite Buch, das ich vorstellen möchte, ist ein reines Patchworkbuch.


Wie der Titel schon verrät, sind 18 Quiltprojekte drin.  Bevor die Autorin die einzelnen Quilts vorstellt, geht sie auf das Thema Technik & Zubehör ein und gibt Farbtipps für die Stoffwahl, sie erklärt die Nähtechniken einzelner Formen und die Arbeitsschritte vom Quilt zusammensetzen bis zum Quilten und Einfassen. Alle Quilts sind ihrer Musterformen nach in 6 Gruppen geteilt: Quadrate, Halbquadratdreiecke, Kreuze, Dreiecke, Log Cabin, runde Formen. Von jeder Gruppe gibt es je drei Projekte.





Die Kreuze auf dem Jeansstoff wirken frisch. Eine neue Klinge im Rollschneider und eine scharfe Jeansnadel sind gute Helfer beim Nähen vom Jeansstoff (schmeißt eure alten  Jeans nicht weg!). Das Tollste an diesem Projekt ist, dass es in Null Komma nichts genäht ist (wegen der Blockgrösse von 44,5 x 44,5 cm).





So modern kann ein Quilt aus Halbquadratdreiecken wirken.
Das wäre mein Favorit für einen Stoff mit einem großflächigen Muster, der nur wirken kann, wenn er in große Stücke zerschnitten wird.








 Das ist ein Beispiel für runde Formen.






 So kann man den klassischen Flying-Dutchman-Block und den traditionellen Flying-Geese-Block (Rand) zusammen  verarbeiten.



Alles in allem ein schönes Buch für die, die schnell etwas fertignähen möchten. Das Buch ist sowohl für die Anfänger als auch für die Fortgeschrittenen geeignet. Die Nähschritte sind detailliert erklärt und bebildert sowie mit Tipps (da lernt auch erfahrene Quilterin was dazu) ergänzt. Die Blöcke sind wirklich groß angelegt - zwischen 30 und 50 cm. Das führt natürlich zum schnellen Ergebnis. Ich finde es ganz interessant zu lesen wie jedes der Projekte entstanden ist. Das Meiste, was mich in diesem Buch begeistert und überrascht hat, ist die Rückseitengestaltung der Quilts. Die Idee, die Stoffreste des Tops für die Rückseite einzusetzen, war mir neu. Dabei ist das doch so simpel und logisch.


Eines habe ich in dem Buch vermisst. Keiner der Quilts hatte einen Signaturblock. Das ist aber kein großer Mangel. Man kann nicht alles in ein Buch von 136 Seiten packen. Gut finde ich, dass man  praktisch bei allen Projekten (außer runden Formen) ohne Schablonen auskommt. Nur für das Nähen von runden Formen gibt es am Ende des Buches originalgroße Schablonen. Es gibt auch keine Angaben zum Quilten. Es heißt "wie gewünscht quilten". Auf den Fotos kann man aber gut sehen, wie es gequiltet ist. Es ist schön, dass man darüber frei entscheiden darf. Unter den Projekten gibt es für jeden etwas - von Babydecke bis Wandbehang.

 PS: Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Herzlichen Dank dafür! Bei meiner Rezension handelt es sich um meine ganz eigene Meinung, die in keinster Weise beeinflusst wurde.

So, ihr Lieben, nach dem ausgiebigen Spaziergang durch den Patchworkwald, gehe ich jetzt stricken und wünsche euch ein schönes Wochenende.

Eure Aurelija


 

Sonntag, 5. Februar 2017

Brotchips und kunterbunte Wollspinnerey



Ich hatte ein schönes Wochenende. Am Samstag besuchte ich eine Ausstellung im Tuchmacherhaus.


Es gab schöne Aquarellarbeiten von Petra Samek zu bewundern, aber mein Ziel war die zweite Ausstellung - historisches Wollhandwerk. Zwei Damen in mittelalterlichen Kleidung demonstrierten ihr Können an  alten Spinnrädern. Das Spinnrad auf dem rechten Foto soll ca. 150 Jahre alt sein. Ich freue mich immer, wenn ich auf "wollverrückte" Menschen treffe, mit denen man unendlich lange fachsimpeln kann. Sie verarbeiten die Wolle heimischer Schafe, färben sie mit Pflanzen, spinnen und fertigen daraus Socken und Stulpen (Kunterbunte Wollspinnerey).

 


 Die Färbemittel
  
Das Spinnen interessierte mich schon immer, aber ich werde standhaft bleiben und fange damit nicht an. Das habe ich mir fest versprochen, denn wann sollte ich bitte dann noch stricken, färben, patchen und nähen? Nein, nein, nein! Es war schön sich es anzusehen und die kratzigen Wollsocken in Mittelalterlook  zu begutachten. Manchmal vergisst man durch die Schnelllebigkeit wie lang der Weg der Wolle vom Schaf bis zum bunten Wollknäuel  ist... Es ist gut, dass es noch Frauen gibt, die das Einem bewußt machen.

 

Am Samstagabend rettete ich noch ein halbes Brot vom Verderben. Damit ihr nicht vor Neugierde platzt, verrate ich es euch. Das nicht mehr ganz frische Brot in der Pfanne braten rösten, auf einem Küchentuch entfetten, mit Knoblauch einreiben, mit Salz bestreuen und in Streifen schneiden, als Begleitung zum Bier oder einfach als Snack zwischendurch genießen. Der Knoblauch ist ja bekanntlich der beste Bazillenkiller.



                                                                            
Schöne Woche für alle.
Aurelija

Donnerstag, 2. Februar 2017

Reste - Beatrice



 Wenn es nicht so gut läuft wie man möchte, kann man die Sache einigermaßen sich schönreden. So war das auch mit meiner Krankheit (Infekt) diesmal. Am Anfang konnte ich gar nichts machen, dann konnte ich schon denken aber noch nicht sprechen (die Stimme war für eine Woche weg) und irgendwann war ich dann soweit, dass ich wenigstens was Leichtes stricken konnte. Mit leicht meine ich unkompliziert. Da fiel mein Blick auf das Tuch Beatrice. Die passende Wolle war nicht vorrätig, so beschloss ich Reste in dem Tuch zu verstricken. Es sollte nur als Beschäftigung im Bett dienen, brauchte auch nicht schön zu werden. Das was auf den Fotos zu sehen ist, sind 2 Reste der Sockenwolle und ein kleiner Knäuel  Fuchsienbeet vom Zauberball. Je länger ich an dem Tuch strickte, desto mehr gefiel es mir. Ich warf den ursprünglichen Plan (der in dem medikamentös benebelten Kopf entstanden war) über'm Bord und holte mir aus der Kiste 100g Jawoll Magic raus.




Je länger ich an dem Tuch strickte, desto mehr gefiel es mir. Ich warf den ursprünglichen Plan (der in dem medikamentös benebelten Kopf entstanden war) über'm Bord und holte mir aus der Kiste 100g Jawoll Magic raus. Das gefiel mir wirklich gut, aber...



die Rapportwiederholung war mir dann doch zu gleichmäßig und wollte nicht so recht zu dem Rest passen. Nachdem ich erfolglos drei örtliche Wolläden durchstöbert habe, schickte ich einen SOS-Ruf an die Strickgemeinde. Promt bekam ich noch 100g Verlaufswolle (danke Claudia) und konnte weiterstricken.

Beide Wollen mische ich jetzt untereinander und habe interessanten Frabverlauf. Leider wird das Stricken durch die enorm langen Reihen (260 Maschen) immer langweiliger. Gut, dass wenigstens durch den Knäueltausch sich ein wenig Abwechselung in die Sache einbringen lässt.


Also, das Betthüten und Stricken geht doch! Irgendwann wird mein Tuch fertig und dann zeige ich es euch.

Mit lieben Grüßen
Aurelija

Freitag, 27. Januar 2017

Paper Pieced Quilt Blocks

Mit dem Posten klappt es immer noch nicht so, aber es tut sich was in meinem Nähzimmer...




Das ist die erste Hälfte einer Bordüre für einen Miniquilt. Die Blöcke sind 11,5 x 11,5 cm groß und liegen für das Foto nur Probe d.h. sie sind noch nicht zusammengenäht.


Solche Kleinteile-Arbeit kenne ich nur von English Paper Piecing. Meine genähten Blöcke bestehen jeweils aus 24 Teilchen. Es sollen noch 5 Blöcke und 5 Buchstaben dazukommen.


Übrigens stammen die Muster aus diesem tollen Buch, das ich als Weihnachtsgeschenk bekommen habe. Da bleibe ich meinem Vorsatz, mindestens eine Sache aus einem geschenkten oder gekauften Buch bzw. Zeitschrift zu machen, treu. Ich bin selber sehr gespannt, wie das fertige Werk aussehen wird. Es wird ein Regal mit Patchworkstoffen in einem Stoffladen schmücken.



Habt schöne Zeit am Wochenende.

Dienstag, 24. Januar 2017

Kurse - Frühjahr '17



Kalendarisch werden die Tage langsam länger, aber meine "kreativen" Stunden werden leider nicht mehr...
Im Februar fängt  an der VHS das neue Semester an. Ich kämpfe immer noch mit den Folgen der Erkältung, aber die Kursthemen, mit denen ich mich beschäftigen werde, wollte ich schon jetzt bekanntgeben.


STULPEN STRICKEN (rund)
Termine: 2
Beginn: 02. 02. 17

STULPEN STRICKEN (in Hin-und Rückreihen)
Termine: 2
Beginn: 16. 02. 17

MÜTZE STRICKEN
Termine: 2
Beginn: 02.03.17

MISSONI SCHAL STRICKEN
Termine: 2
Beginn: 16.03.17

PATCHWORKHÜHNER NÄHEN
Termin: 06.04.17

LINEAL + HÄKELNADEL = LOOP
Termine: 2
Beginn: 27.04.17

TUCH HÄKELN
Termine: 2
Beginn: 11.05.17

Die Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr und finden in der Alten Realschule, Bahnhofstraße 11, 49356 Diepholz statt.
Weitere Informationen und Anmeldungen unter der Telefonnummer 05441/976-4444 oder
http://www.vhs-diepholz.de/

Donnerstag, 12. Januar 2017

Moderne Strickspitze

Nachdem ich nun eine hartnäckige und ziemlich heftige Erkältung fast überwunden habe und mich allmählich jetzt davon erhole, möchte ich alle meine Leserinnen im neuen Jahr grüßen und alles Gute wünschen.
In meinem ersten Post 2017 geht es um das Buch "Moderne Strickspitze" von Rosemary Hill vom Stiebner Verlag, was ich euch vorstellen möchte.


Es hat den Untertitel - Frische Designs für traditionelle Muster. Die traditionelle Strickspitze, las ich in dem Buch "Handarbeiten wie zu Großmutters Zeiten" (M. Donner/ C. Schnebel, 1913), war für die Verzierung von Taschentüchern, Unterwäsche, Hemden, Kinderkleidung sowie Tisch- und Bettwäsche bestimmt. Dazu verwendete man DMC Spitzenzwirn (Baumwollgarn). Eine weitere Entwicklung des Spitzenstrickens ist das Kunststricken. Dazu gehört auch das Stricken von sehr komplizierten, aufwendigen Lochmustern, meistens in runder oder quadratischer Form.


Wenn man also von traditionellen Spitzenmustern ausgeht, dann ist es natürlich sehr spannend zu sehen, wie sie die Autorin modern umsetzt. Die Modelle im Buch (19 Mod.) sind nach der Art der Muster sortiert. Das erste Kapitel ist den Wellen und Rippenmustern gewidmet. Viele kennen es vielleicht unter dem Namen Pfauenmuster. Dazu gibt es eine Strickjacke, ein Loop und ein Tuch mit Wellenmusterabschluss. Das zweite Kapitel behandelt Rauten und Diamantenmuster. In den angebotenen Modellen - Titelbildpullover, 3-eckiges Tuch und ein Pullunder - dominieren die Rauten oder das Gittermuster findet sich auf der Passe des Pullovers wieder.


Blätter-  und Doppelblättermuster sind  auch zahlreich vertreten. Mal umranden sie ein Tuch,


  mal schmücken sie eine Mütze oder bilden eine Rockbordüre.


Eines der Kapitel befasst sich mit dem Einsatz der ehemaligen Bordüren in aktuellen Modellen. So findet man ein kleines Tüchlein und ein Loop mit schönen Spitzenabschlüssen. Die Jacke Williwaw besticht durch ihre raffinierte Konstruktion - der obere Teil wird quer in Spitzenmuster, der untere normal glatt rechts gestrickt.
Das Lilienmuster wird mancher Strickerin wohl bekannt sein, aber das Buch bietet gleich 3 Modelle an, in denen (Strickjacke, Stola, Pullover) die Variationen dieses Musters vorkommen.





Salt Grass ist mein Favorit zum Nachstricken, obwohl er ziemlich weit "geschnitten" ist. Der Pullover bietet zahlreiche Strickraffinessen für die neugierige Strickfrau... Er wird von oben nach unten mit einer Art Sattelschulter gestrickt und somit läuft das Doppelblattmuster über den Kragen bis zum Ärmelende durch. Zur Formgebung des Stehkragens werden japanische verkürzte Reihen gestrickt. Es werden Maschen stillgelegt und wieder aufgenommen....Spannung pur. So was mag ich, aber ich würde vielleicht ein anderes Muster für den Pulloverkörper wählen, denn dieses steht für mich in zu starker Konkurrenz mit dem Blattmuster. Obwohl die Form des Pullovers dem traditionellen Schnitt von Ganseypullovern nachempfunden ist, könnte man es leicht abändern. Allein durch die Wahl des Körpermusters (mit mehreren Linksmaschen z.B.:), das sich mehr zusammenzieht, bekommt man ihn  in optischer Sicht schmaler.
Das Buch bietet wirklich eine reiche Auswahl an Modellen, aber nicht nur das. Es beinhaltet auch zahlreiche Tipps zur Auswahl der Knöpfe zur Strickspitze, der passenden Perlen, zum Stricken perfekter Noppen, verschränkter Maschen und Umschläge, Anstricken von Bordüren usw. Im technischen Teil sind die im Buch benutzten Abkürzungen und Maschenarten zu finden. Besonders schön finde ich den Aufbau der Anleitungen: Modellbild, Kurzbeschreibung/Anmerkungen zum Arbeitsablauf und spez. Techniken, Wolle, Nadeln, Zubehör, Maschenprobe, reihenweise Ausschreibung der Arbeitsschritte, Musterstrickschriften und natürlich Schnittmuster mit Maßangaben, Anweisungen zum Ausarbeiten. Die Modelle haben keine Angaben zum Schwierigkeitsgrad, aber jedem ist es klar, dass eine Spitzenmusterjacke schwieriger zu stricken ist als ein glatt rechts Loop mit Bordüre. Frau Heinzius hat das Buch schön übersezt, auch das Strickerlatein. Es ist mir nur der Schildkrötenkragen (wortwörtliche Übersetzung aus dem Englischen) aufgefallen, den auch der Duden nicht hergibt. Gemeint ist der normale Stehkragen. Die Schrift ist nicht zu klein auch für die, die eine Brille schon bräuchten, sie aber momentan verlegt haben. Die Fotos sind schön groß, es gibt auch viele Detailfotos, die bestimmt hilfreich sind.
Mein Fazit: ein rundum gelungenes Strickbuch, in dem ich noch öffters blättern werde. Die Modelle des Buches sind auch bei Ravelry zu finden. Die Autorin hat da eine Gruppe. Da kann man sich  in den Foren über das Stricken der Modelle informieren.

P.S.: Als ich mir das Tuch Oak Flat Road noch einmal anschaute, klingelte es bei mir oben. Ja, das Muster habe ich doch schon bei 2 Projekten verstrickt. Bingo!

 

 Also, auf meine "will ich noch stricken" - Tapete kann ich nur den Pullover mit dem Schildkrötenkragen setzen.








PS: Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Herzlichen Dank dafür! Bei meiner Rezension handelt es sich um meine ganz eigene Meinung, die in keinster Weise beeinflusst wurde.