Montag, 18. November 2019

Baby - Kleidchen

Ich arbeite mein Oma Strickprogramm weiter ab. Diesmal ist es ein Kleidchen mit Rundpasse. Für dieses Projekt habe ich eine Wolle in Sockenwollstärke gewählt: 58% Wolle, 28% Polyamid, 14% Yak. Zum Stricken nutzte ich die Ndl. 3,00mm.



 Die Anleitung ist  aus dem Heft "baby maschenmode" 22/15.* Das Kleidchen wird von oben nach unten ohne Nähte gestrickt.


 Ab den stillgelegten Ärmelmaschen beginnen die Zunahmen für die Kleidchenweite. 


Ich habe es gedämpft und entdeckte dabei, dass ich eine Reihe wohl zu locker gestrickt habe. Auf dem Foto sieht man das besonders deutlich. Da hatte ich vielleicht eine nicht so gute Stricktagesform gehabt.


Daher musste eine Lösung her sonst hätte ich es ribbeln müssen... Um die Reihe nicht zu verfehlen d.h. nicht um eine Reihe zu verrutschen, habe ich sie mir mit einer "Rettungslinie" markiert.


Über die lose gestrickten Maschen habe ich eine Reihe Kettmaschen draufgehäkelt. Es geht gar nicht so kompliziert. Der Faden kommt von der Abseite des Gestricks. In den Maschenzwischenraum die Häkelnadel einstecken, Faden holen und durch die Masche ziehen usw.





Das Kleidchen ist gerettet. Man sieht gar nichts und ich werde das als zusätzliches Designelement verkaufen.


Eckdaten: Gr. 68,  85g Wolle verbraucht, mit einer 3,00mm Nadel gestrickt.
Es ist euch vielleicht auch schon aufgefallen, dass die Farbe und meine Kamera nicht gerade gut miteinander meinen. In Wirklichkeit ist es eher Bordeux.

Hoffentlich fühlt sich die Besitzerin darin wohl...

Das Schmuddelwetter taugt nun gar nicht zum Fotografieren!

Demnächst werde ich weitere gestrickte Babysachen zeigen. Langweilig wird es trotzdem nicht. Ich probiere bei den kleinformatigen Sachen vieles aus, was ich sonst bei großen sich nicht trauen würde.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Aurelija

* die Zeitschrift habe ich mir selbst gekauft, daher nur unbezahlte "Werbung".






Mittwoch, 13. November 2019

Braided Twist




Da ich noch eine Woche Urlaub übrig hatte, wollte ich ihn sinnvoll nutzen (Balkonien ist jetzt grad nicht angesagt) und begab mich zu einem Kurs ins fremde Osnabrück er Land. Ich wollte einfach Zeit für mich haben und zugleich meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Bei You Tube hatte ich mir das Video der Designerin angeschaut und freute mich darüber umso mehr, weil mich die Technik wirklich interessierte.
Ein Tageskurs ist immer anstrengend für die Teilnehmer aber auch für die Leiterin. Das hat sich doch wieder bestätigt. Bei der Heimfahrt dampfte mir der Kopf...
Ich entschied mich für die kleinere Variante, also nicht den Läufer, sondern ein Platzset zu nähen. Meine schönsten Stoffe, die ich mitgenommen habe, ließ ich in der Tüte liegen. Wer weiß, ob es was überhaupt wird.
Schon das Zuschneiden war  interessant. Zuerst wurden Rechtecke und Quadrate zugeschnitten. Es sollten aber runde Teile werden...
Hier mein erstes Endstück.


Davon sollte ich zwei nähen und dann sie so verbinden, dass nach dem Drehen die Endstücke dunkel und die Mitte heller ist.

 





Wenn man die Mittelnähte geschafft hat, sollte man bügeln und drehen. Tataaaa!


 Damit sich das Ganze nicht zurückdrehen kann (beim Waschen oder so), habe ich die Kanten mit einem Dekostich aus dem Angebot meiner Nähmaschine zugenäht.


Das zweite Deckchen habe ich schon zu Hause zusammengefügt, die Teile aber noch im Kurs geschafft. Hätte ich mehr Zeit, würde ich noch weitere zwei nähen. Wenn man weiß wie es geht, macht Spaß so was zu nähen. Die Kniffe muss man aber selbst erarbeiten. Es ist nicht so simpel zu nähen wie es auf dem ersten Blick erscheint.


Ich werde vielleicht einen Läufer in schönen Frühling-/Sommerfarben später nähen, wenn ich bis dahin nicht schon vergessen habe wie es geht.

Am Freitag fahre ich mit meinen Mädels ins Sabrinas Schuhcafe zum gemütlichen Strickabend am Kamin. Thema des Büfetts - Kartoffel. Ich freue mich drauf und werde berichten.

Liebsten Grüße
Aurelija



Montag, 21. Oktober 2019

Herbsttasche

Wie traurig es auch ist, der Herbst ist da. Die milden Temperaturen lassen noch die Freude über die Farben der Natur zu, die letzten Blüten im Garten sind noch da...


Um nicht ganz in die Herbstmelancholie zu verfallen, habe ich mir eine Herbsttasche genäht. Die passt genau in die jetzige Umgebung.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich sie schon vor mehr als zehn Herbsten angefangen, aber erst jetzt war ihre Zeit gekommen.


Das Teil mit dem Herbstlaub war schon maschinell gequiltet (Ansicht der Abseite).


 Das zweite Teil habe ich frei Hand auch mit der Nähmaschine fertiggestellt. Sieht man die Nähte nicht so gut, man kann sie nur erahnen.


Dann noch einen Magnetverschluss montiert und gefüttert sowie


die Griffe zusammengeknotet.


Fertig!


 Guten Start in die neue Woche!

Aurelija

Freitag, 11. Oktober 2019

Babyoverall

Nun ist unser kleines Enkelkind seit mehr als einem Monat auf der Welt und draußen ist es so kalt geworden... Ich, als frisch gebackene Oma, konnte nicht anders als schnell was Warmes für die Kleine stricken. Die schöne Merinowolle habe ich auf Sylt schon vor zwei Jahren gekauft, einfach so, weil ich die Farben so schön fand. Ich entschied mich für einen Overall, Modell 475/0 von Junghans.


Zwar habe ich meinen Sohn damals (vor 30 Jahren) von Kopf bis Fuß bestrickt, aber so ein "Ding" war nie auf meinem Strickplan. Laut Beschreibung sollte man 2 Beinchen separat stricken und sie dann zum Vorderteil verbinden. Habe ich gemacht.


Dabei wurde mir blitzschnell klar, dass ich mich an die Anleitung nicht halten werde. Nicht aus Protest, nein, aus Bequemlichkeit.


Nachdem ich beide Beinchen verbunden habe, häkelte ich Maschen für das Rückenteil auf und strickte das Ganze in Runden. Später trennte ich die Häkelmaschen auf und strickte die hinteren Beinchen dran.


Die Vorteile solcher Vorgehensweise sind offensichtlich:
  • die Seitennähte entfallen,
  • die Streifen sind auf den Teilen gleich,
  • ich habe nur rechte Maschen zu stricken,
  • das Maschenbild ist schöner, denn meine Linksmaschen sind immer lockerer.
Ich habe die betonten Abnahmen gestrickt, obwohl sie gar nicht vorgesehen waren. Ich finde das so schöner.




















links: Seitenabnahmen                                                       rechts: Armausschnitte

An die Innenseiten der Beinteile und die Schultern habe ich Kunststoffdruckknöpfe angenäht.



 Fertig. Größe 52/56. Wollverbrauch 75g, Stricknadel 2,5mm


Der einzige Vermutstropfen in dieser Geschichte ist der Look, der durch die Musterung zu sehr an die Socken erinnert. Im Knäuel sah die Wolle gar nicht nach Sockenwolle aus. Schade. Sollte ich jemals wieder so was stricken, würde ich auch bei den Beinchen die Seitennaht vermeiden.

Schönes Wochenende!
Aurelija

Dienstag, 1. Oktober 2019

Versteckte Kreise

Auch in diesem Jahr habe ich die Messe "Nadel & Faden" in Osnabrück besucht. Auf einen Besuchsbericht wollte ich verzichten, denn inhaltlich würde der genau so ausfallen wie im letzten Jahr. Trotzdem muss ich meinen Ausflug erwähnen, weil ich mir von der Messe einige Kleinigkeiten mitgebracht habe, die ich jetzt teste. Vor allem die Schablonen zum Nähen von versteckten Kreisen. 


 Ich habe bis jetzt noch keine Kreise genäht, geschweige denn versteckte. Das musste sofort ausprobiert werden.



Die ersten Blöcke gingen ganz flott von der Hand und dann gab's kein Halten mehr.


Wenn man die Blöcke aneinander legt, bilden sich tatsächlich Kreise!


So sehen die Blöcke zusammengenäht und mit der 1. Bordüre versehen aus.


Da ich auf die Maße 150 x 200 kommen möchte, kommt noch die 2. Bordüre dazu. In der wollte ich die Resteschnipsel verarbeiten und entschied mich für eine Flying Geese - Bordüre.



Es gibt wirklich eine Reihe von Möglichkeiten (schön beschrieben bei Spulen Tango) dieses Muster zu nähen, aber ich nähe es nach der FPP Methode (auf Papier). Zehn von 28 Einheiten habe ich schon fertig. Ich wäre mit der 2. Bordüre über das Wochenende bestimmt noch weiter gekommen, wenn mir die gelben Stoffe nicht ausgegangen wären. Zum Glück kann ich sie nachkaufen. Es steht noch die Entscheidung zum Binding aus, aber vermutlich werde ich den Quilt in Rot einfassen. Das ist die kräftigste Farbe und rahmt das Ganze gut ein. In Grün ginge es auch. Was meint ihr? Ich bleibe dran und hoffe sehr, dass mir nichts dazwischenkommt.

Aurelija







Mittwoch, 25. September 2019

Münztäschchen mit Sechseckmuster





Alles begann vor einigen Jahren auf der Messe "Nadel und Faden" in Osnabrück. Da habe ich damals den Verschluss zum Einnähen mit Metallbügel gekauft. Im Laufe der Zeit ebbte die Begeisterung dafür und die voraussichtlichen Pläne gerieten in Vergessenheit. Dann kam mein Kurs zum Lieseln und es machte so ein Spaß mit der Hand zu nähen, dass ich neben dem Täschchen, das ich schon für den Kurs fertig hatte, unbedingt noch was "mitnähen" wollte.
Neuer Stoff durfte nicht gekauft werden - Resteverwertung! Ich hatte noch ein Paar Schnipsel vom Faltkissen übrig. Ich war damals in den Stoff mit Apfelblüten echt verliebt. So kramte ich sie hervor und es sollte für ein Kleinprojekt reichen. Beim Rumsuchen fiel mir der Bügelverschluss auf, der einsam in einer Tüte traurig lag. Jetzt oder nie, dachte ich mir. Das war die Vorgeschichte und jetzt kommt die Dokumentation des Entstehungsprozesses.
Als ich mir die Schablonen ausgedruckt hatte, musste ich ein wenig stutzen - Sechsecke in 15 mm. Oha! Dann arbeiten wir halt extrem klein.



Die bezogenen Hexagone ausgelegt zur Fläche



 sahen nicht so gut aus, fand ich. Also, neuer Versuch.


Das gefiel mir schon viel besser. So nähte ich zwei PW-Flächen, unterlegte sie mit Vlieseline und Futterstoff und nähte unter Berücksichtigung der Wendeöffnung den Kanten entlang zusammen. Dann alles gewendet und die Wendeöffnung von Hand geschlossen. Den Sandwitch  für Rückenteil habe ich normal von Hand gequiltet.


Das Vorderteil wurde mit kleinen Perlen (3mm Durchmesser) versehen. Sie ersetzten das Quilten.


Beide Seiten habe ich von Hand zusammengenäht und es war alles bereit für den Bügelverschluss.


Damit mir der Stoff nicht aus dem Verschlussrahmen rutscht, habe ich ihn mit Überwendlingsstichen fixiert.


Beim Einnähen achtete ich darauf, dass ich möglichst nicht zu weit vom Rahmen aussteche. Ich wollte auch ein schönes "Innenleben" des Täschchens haben.


Nun ist es fertig und ich mag es sehr.
 

 Leider hatte ich in diesem Jahr bei der Nadel und Faden Pech. Ich hatte nach einem größeren schönen Verschluss gesucht, aber bin nicht fündig geworden. 


Liebe Grüße
Aurelija

P.S.: ich bin in der Blogpause als werdende Oma sehr fleißig gewesen, vielleicht noch fleißiger als sonst. Ich habe gestrickt und genäht wie eine Weltmeisterin. Die Babysachen zeige ich demnächst.