Donnerstag, 9. Januar 2020

Stilllegen und Aufnehmen von Ärmelmaschen - Trick 17

Heureka, ich habb's!
Auf dem Wege meiner Strickperfektionierung war ich stets bemüht die Löcher beim Übergang von Ärmeln zum Körper des von oben gestrickten Kleidungsstücks zu vermeiden. Dies gelang mir meistens, aber mit viel Mühe.
Momentan stricke ich die Comodo Jacke von Nicolor. Die Frau Susen hat sie unter dem Motto "maximale Freiheit" stehen. Ich habe mir auch wirklich die maximale Freiheit erlaubt, aber es geht heute nicht um die Freiheit, sondern um die Ärmelmaschen.
Die müssen bekanntlich beim Stricken von oben erst "stillgelegt" werden, um später wieder in Arbeit genommen zu werden. Dafür kenne ich zwei Methoden: die Maschen werden mit Hilfe einer Stopfnadel auf einen Faden aufgefädelt oder mit einer Häkelnadel und Kontrastfaden abgehäkelt. Ich bevorzuge das Letztere. So war auch diesmal. Ich habe die Maschen abgehäkelt und hatte noch ein Stück Faden über. Nach meiner Berechnung musste ich 5 Maschen neu anschlagen. Aus dem übergebliebenen Faden konnte ich aber locker noch 6-7 Luftmaschen häkeln, weil ich dachte mir, es wäre doch wie beim provisorischen Anschlag machbar,


neue Maschen aus der Luftmaschenkette aufzunehmen. Also, die Kette umgedreht und aus dem Querfaden 5 neue Maschen aufgenommen.



Ich konnte problemlos die Unterarmmaschen abstricken und weiter am Körper arbeiten. Das fand ich so spannend, dass ich nach zwei Rapporten den Körper ruhen lassen musste und mir einen Ärmel vorgenommen habe. Jetzt hieß es Maschen aufnehmen.


 Die aus der zusätzlichen Luftmaschenkette befreiten 5 Maschen parkte ich auf eine Hilfsnadel.


 Das Aufnehmen der abgehäkelten Maschen lief ja perfekt (Nadelspitze in die Masche rein, am Fadenende ziehen, fertig, nächste bitte). 


Beide Maschen links vom Marker auf die linke Nadelspitze heben. Die erste Masche re. stricken, die zweite ungestrickt abheben.


Jetz bin ich an der Lücke, die säuberlich geschlossen werden muss.


Mit der rechten Nadelspitze hebe ich das rechte Maschenbein aus der Lückenmasche  und stricke die abgehobene und die hochgehobe Masche zusammen.



Der grüne Ring markiert die Ärmelmitte und den Rundenanfang zugleich.


So stricke ich meine Ärmelrunde bis zur letzten Masche. Sie wird abgehoben und aus der Lücke wieder eine Masche hochgehoben und mit der abgehobenen zusammengestrickt.


So stricke ich meinen Ärmel entspannt in Runden weiter und bin selber überrascht, dass es so gut funktioniert hat.

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Und so sieht das Ganze von innen - keine Naht und keine Löcher weit und breit.
So werde ich in Zukunft immer machen und weiß, wo ich nachlesen kann, wenn mich mein Gedächtnis im Stich lässt.

Ein gutes 2020 allen meinen Leserinnen und Lesern ich stricke jetzt weiter.

Aurelija





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