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Dienstag, 26. April 2016

Ärmel top down häkeln

Es hat länger gedauert als ich wollte, aber jetzt habe ich sie - die Machart zum top down einhäkeln von Ärmeln, ohne sie einnähen zu müssen. Es klappte so wie ich es haben wollte erst beim 3. Mal.


Die bebilderte Schritt für Schritt Erklärung


Als 1. Maschenprobe gehäkelt (habe vorher noch nie beim Häkeln gemacht), um ausrechnen zu können wieviel hStäbchen ich für meinen Oberarm brauche.

 Das Ärmelloch sah nicht so gut aus, weil es einfach zu groß geraten war. Es musste kleiner gemacht werden und die Ränder/Kanten konnten auch noch eine "Begradigung" gebrauchen.


Da machte ich kurzen Prozess. Ab der Schulternaht angefangen, habe ich einen Faden um den Armausschnitt herum   eingereiht und so die Weite passend gemacht.


Anschließent behäkelte ich von rechts die Kante mit einer Reihe feste Maschen, um mir die Basis für die Ärmelkugel zu schaffen. Die fM habe ich gezählt, durch 6 geteilt und so die Maschenzahl für die Anfangsreihe ermittelt.

Meine Rechnerei ergab, dass meine Anfangsreihe aus 12 halben Stäbchen bestehen soll (1/6 der Gesamtmaschen). So fügte ich 6 M vor der Schulternaht einen neuen Faden an und häkelte 2 Anfangsluftmaschen, die das 1. hStb. ersetzten.

Danach folgten 9 hStb und, um niedriger zu werden, noch 2 feste Maschen.
An dieser Stelle, bevor ich es vergesse, noch ein wichtiger Hinweis: die Zahl der fM unbedingt der Stäbchenhöhe anpassen d.h. bei ganzen Stb. sollte man 3 Anfangsluftmaschen und 3 fM häkeln.

1 Wendeluftmasche und weiter gehts mit 


Reihe 2: auf die 2 feste Maschen der Vorreihe 2 fM häkeln. Auf die hStb. halbe Stäbchen häkeln (9). Aus der 2 Anfangsluftmaschen eine Schlaufe holen

und aus der nächsten (unbehäkelten) Masche noch eine Schlaufe holen
und alle 3 Schlaufen zusammen abmaschen (fM). (Diese M bitte fest anziehen wegen der Ästhetik im Maschenbild nachher).
Dann eine fM in die nächste unbehäkelte Masche. Eine Wendeluftmasche.

Reihe 3: 2 fM auf 2fM der Vorreihe, 10 hStb., 1 Schlaufe aus der Wendemasche + 1 Schlaufe aus der nächsten M zusammen abmaschen mit der Schlaufe des letzten hStb, 1 fM in die nächste M, Wendeluftmasche.


So langsam formt sich die Ärmelkugel und die Zahl der hStb erhöht sich in jeder Reihe um 1.
In diesem Rhytmus so lange häkeln bis alle Basismaschen verbraucht sind. In der letzten Reihe dann die Runde   mit einer Kettmasche schließen. Jetzt sollte die Maschenzahl, die man sich an Hand der MaPro sich für den Oberarmumfang errechnet hat, erreicht sein. Sobald man die Runde geschlossen hat, entfernt man den Reihfaden und kann die Jacke anprobieren.


 Das passt zufriedenstellend. Beim Häkeln kann ich rundenweise die Reste der farbigen Baumwolle für beide Ärmel gut einteilen. 
Wer möchte, kann mein Rezept ausprobieren. Bei mir hat es geklappt, aber eine Gelinggarantie kann ich nicht geben. Dafür müsste ich mich noch mehr in die Matherie einarbeiten.

Wenn das Wetter keine Gartenarbeit zulässt, werden die Ärmel bald fertig.

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