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Dienstag, 23. September 2014

Nadel und Faden Osnabrück 2014

 Dieses Jahr war das schon die 20. Messe für textile Kunst und Handarbeit in Osnabrück. Die renovierte Osnabrücker Halle empfing die Besucherinnen der Messe mit viel Weiß (an den Wänden), Licht und Charm.



Ich bin schwer zu beeindrucken, aber dieses Kunstwerk löste bei mir helle Freude aus. Das waren die Damen aus Detmold (wenn ich mich nicht irre), die so eine tolle Deko für ihren Stand gemacht haben. Sie hatten viele tolle Pullis (Eigendesign) und sowohl die Bücher als auch die Wolle von MARIANNE ISAGER. Da konnte ich stöbern und stöbern und stöbern.
Endlich konnte ich die dibadu Wolle befühlen, die ich nur vom PC Bildschirm kannte. Die Wolle-, Seide-, Alpaka- und Kaschmirmischungen sind wirklich traumhaft weich und die Farbigkeit sehr schön. Irgendwann werde ich mir auch die Funnies gönnen. Es gab bei anderen Ausstellern auch genug handgefärbte Wolle, die einen nur so traurig anschaute und schämte sich für ihr Aussehen... Frau Kindla, wie erwartet, war gut umlagert und verkaufte in diesem Jahr keine Einzelanleitungen ihrer Modelle, aber die von ihr ausgestellten Sachen brachten mich auf eine oder andere Idee.



Das Kleidchen ist simpel quergestrickt mit einem Einsatz aus verkürzten Reihen, aber ich fand es hübsch. Irgend was, was ich nach der Messe unbedingt nachstricken müsste, habe ich leider entweder nicht gesehen oder vielleicht übersehen. Ich habe es mir vorgenommen schon vor der Messe, den Stand mit Leinen aus Litauen zu besuchen (für eine Litauerin gehört sich das einfach). Es waren hübsche sehr dünne Ponchos aus Leinen (maschinell gestrickt) zu bestaunen. Der lit. Leinen ist unverwechselbar durch seine Dünnheit. In meinen jungen Jahren habe ich Kleider daraus meistens gehäkelt. Heute verstricken ihn original Litauerinnen 4-fädig und dort ist das das Sommergarn schlechthin. Natürlich habe ich Frau Kluge vermisst. Sie war für Nadel und Faden immer eine Bereicherung mit ihren Arbeiten. Am Stand von der WollWerkstatt-Kiel bin ich in eine heiße Diskussion über die Haarnadeln, die einen Haarknoten besonders gut halten können, geraten. Es stellte sich heraus, dass gefühlte 10 Frauen mit Haarknotenfrisuren sich da einfanden und eine energische Dame drehte aus ihrem Knoten eine Scroo Haarnadel raus und da musste ich stehenbleiben und schauen. Solche Haarnadel habe ich bis jetzt nicht gekannt: die "Finger" der Haarnadel sind nicht gewellt wie bei einer normalen, sondern zu Spiralen gedreht. Wer mag, kann googeln. Wieder was gelernt.
 Von den Stricknadeln gab es alles: Bambus-, Rosenholz-, Veilchenholz-, Karbonz-, Stahlnadeln. Mich überraschten eher die Nadelstärken z.B.: 1mm Nadelspiele oder 10cm lange Nadelspiele für Fingerhandschuhe. Entdeckung der Messe, persönlich für mich, war Häkelnadelmaß. 
Zum Thema Stoffe: gabs viele, schöne, unterschiedliche, sogar afrikanische (fand ich sehr interessant). Ich suchte nur Bali Batik. Bah war das schwer. Ich dachte schon, ich fahre nach Hause ohne. Ich habe fast an jedem Patchworkstoffe-Stand danach gefragt, aber dann fragte ich nur noch nach Batik (ohne Bali) und die liebe Frau Tietz (Quiltshop Kaleidoskop) zog einen Karton unter einem Tisch heraus und da lagen die gesuchten Stöffchen. Hier möchte ich meinen Bericht beenden, aber ein Punkt brennt mir noch auf der Zunge.
Aus irgend einem Grund auch immer, beschränkten sich die angebotenen Workshops auf Stickereien verschiedener Art (dekoratives, experimentelles Sticken, Modernes Sashiko, Crewel- und Goldstickerei, seidenbänderstickerei und Stumpworkstickerei). Man konnte aber dreidimensionale Organismen aus der Unterwasserwelt (Nautilus) häkeln. Auch schön, aber für das nächste Mal würde ich mir mehr Vielfalt bei den Workshops wünschen.


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