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Freitag, 27. November 2015

In der Weihnachtsschneiderei I

In der Zeit, in der die Stricknadeln ihren Urlaub machen, arbeite ich an der Nähmaschine. Es sind zwei Dekoherzen entstanden, eins sogar mit Einstecktasche für ein nettes Briefchen.





 Das ist mein weicher Lebkuchen-Mann und ein Tannenbaum-Sterne-Mobile.


Ich bin jetzt bei den Mäuschen. Das erste ist fast fertig und schön mit Bio Dinkelkörnern gefüllt. Es sollen Handwärmer sein - für kleine und große Hände. Die Mäuschenfamilie wird noch durch erwachsene Mäuse erweitert (für größere Hände).



Ich wünsche allen einen schönen 1. Advent.

Mittwoch, 25. November 2015

Seelenwärmer

Zum Glück hat die Wolle noch gerade so gereicht. Mein Seelenwärmer ist nach meiner Art umgestaltet worden, weil mir ja doch der Sitz eines Kleidungsstückes so wichtig ist. Das Rechteck habe ich nicht zur Hälfte umgeklappt, damit ich meine Hände besser bewegen kann. Da die Wolle in der Farbe ganz pastellig wirkte, musste etwas Peppiges dran.


Hier noch die Entstehungsgeschichte in Bildern.







Dienstag, 17. November 2015

Loch an Loch und hält doch

Bei diesem Schmuddelwetter möchte man sich am liebsten am Kamin mit einem schönen Buch oder Strickprojekt "verschanzen". Das geht aber nicht. Ich habe momentan nur bedingt Zeit für solche Sachen und wenn ich ehrlich bin - gar keinen Kamin... Tagträume sind erlaubt, oder?
Geborgenheit und Wärme braucht nicht nur meine körperliche Hülle, sondern auch meine Seele. Es sind in der letzten Zeit so viele schlimme Dinge in der Welt passiert.
Ich habe mich lange gegen den Trend gewehrt, aber jetzt ist der Damm gebrochen - ich mache mir einen Seelenwärmer, einen richtig dicken, in den ich mich reinkuscheln kann. So dicke Wolle kaufe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, aber eine schöne für Nadelstärke 7 hatte ich als Erbschaft. Es ist eine sehr traurige Geschichte. Beate, eine liebe Strickgefährtin, erlag vor ein paar Jahren ihrem Krebsleiden.
Da ich den Seelenwärmer akut brauche, muss es schnell gehen. Gestern habe ich mir eine dicke Häkelnadel gegriffen und drauflosgehäkelt. So sieht der Körper jetzt aus (linkes Bild).
 Rechts zum Vergleich der Unterschied, wie die gleiche Wolle verstrickt und verhäkelt wirken kann.











  
Ich werde mich in der nächsten Zeit wahrscheinlich nicht so oft melden können. Ich schalte ab sofort in den Nähmodus um.

Sonntag, 15. November 2015

Loop Aemelia fertig

Der Aemelia Loop ist fertig und misst 150x25 cm sowie wiegt 180g. Von den Farben her passt er perfekt. Es wird sich zeigen ob er auch wärmt, denn das Wellenmuster mit Fallmaschen ist doch ordentlich löchrig.




Freitag, 13. November 2015

Quittenalarm und Stand der Dinge








Diese wunderbaren Früchte erhielt ich von einer ehem. Kollegin meines Mannes. Es sind riesige Birnenquitten, die himmlisch duften und auf die Verarbeitung warten.







Mit meinem neuen Loop komme ich leider mangels Zeit nur mühselig voran.





Sonntag, 8. November 2015

Halsschmeichler

Noch weht der warme Wind um meinen Hals, aber es ist November... 



Zu der neuen Jacke brauche ich auch einen neuen Schal in passender Farbe . Dieses Wellenmuster wollte ich schon längst ausprobieren und wenn nicht jetzt, wann dann? An Petrol bin ich  überhaupt nicht gewöhnt, deshalb musste noch was Frischeres, Bekanntes (Maigrün, Olivgrün + mehrere Brauntöne) dazu. Das Muster ist für Reihen geschrieben. Ich moddele mir es für Runden um und stricke dann in den ungeraden Runden die Maschen links . Ich könnte auch in Reihen stricken, aber dann müsste ich den Schal zusammennähen. Das muss nicht sein.
 



Wolle: Timona und Timona color von Online
              60% Schurwolle, 40% PA
              LL 120m/50 g
Nadel:   4,0 mm
MaPro: 20M x 28 R


Für das Wellenmuster muss die M-Zahl durch 10 teilbar sein.
Mein Loop soll 110 cm lang sein, also: 110 x 2,0 = 220M
Ich werde 22 Rapporte stricken und häkele 220 M auf.

Um nicht so viel zählen zu müssen, werde ich eine Menge von Maschenmarkierern brauchen. 5 cm Schlauch aus dem Keller ergeben über 20 stabile MM. Schlauch hin oder her - Hauptsache ist die Lösung des Problems. Im Gestricke sehen die MM dann so aus.



Wer keinen Schlauch zur Hand hat, kann sich mit einem dickeren Strohhalm auch aushelfen.
Allen Leserinnen wünsche ich ein schönes Wochenende.

Dienstag, 3. November 2015

Tellermütze ausführfertig

 Die Mütze ist fertig. Nach langer Überlegung habe ich das Rad auf dem hellen Hintergrund gestrickt und bin zufrieden.
Hier sind die Daten zu meinem Tam.
Gewicht: 66 g
Nadeln: 2 und 2,5
Wolle: 4-fädige Sockenwolle von Regia

Natürlich kann die Sockenwolle mit der richtigen reinen Schurwolle nicht mithalten. Die Mütze ist nur ein Probeexemplar und dazu eignete sich die Regia hervorragend. Die Fair Isle Stricktechnik hat mich so aufs Neue begeistert, dass ich schon  weitere Projekte in dieser Technik plane. Das ist die wundervollste Möglichkeit seine Wollreste zu verstricken und farbige Muster auszuprobieren.

 An dieser Stelle möchte ich mit euch meine Erfahrung zum Stricken solcher Mützen teilen. Wichtig ist es bei der Farbwahl auf gute Farbkontraste zu achten. Die Maschenprobe ist unbedingt notwendig. Die Mütze soll ja gut sitzen. Das Bündchen ist nicht elastisch, deshalb bitte noch einmal prüfen, ob es nicht zu eng oder zu weit sitzt, bevor man den unteren Rand strickt. Das Bündchen mit einer dünneren Nadel stricken als den Mützenkörper. Ich habe mit der 2-er Nadel gestrickt. Bei der Musterwahl habe ich diese Quellen durchgestöbert und bin fündig geworden.

 
Mein Tipp, wenn die ausgewählten Musterrapporte nicht aufgehen: man darf zwischen den Mustern 2-4 Maschen verschwinden lassen (durch Zusammenstricken) oder dazugeben (durch Zunehmen aus dem Querfaden). Das fällt später nicht auf. Der untere Mützenrand, seine Höhe/Breite, ist für den Durchmesser der Mütze entscheidend. Wenn man ihn fertig hat, sollte man die Maschen auf eine lange Rundnadel nehmen und den Durchmesser prüfen. Er sollte an der äußeren Kante ca. 23 cm betragen. Dann kommt der obere Mützenrand, der von der Maschenzahl her mit dem unteren identisch ist. Nach 7-8 cm in der Höhe, gemessen ab dem Bündchen (nicht mitmessen) wird das Rad der Mütze gestrickt. Wenn man die Mütze so hinlegt, dass der untere Rand unter dem oberen liegt, hat man genau das Loch vor den Augen, das noch mit dem Mützendeckel zu füllen ist (ca.16 cm im Durchmesser). Wenn man den Radius nimmt (ca.8 cm), dann kann man  leicht ausrechnen über wie viele Reihen das Rad sich erstrecken darf. Wenn man einen 6-zackigen Stern haben möchte, teilt man die Maschen in 6 gleiche Abschnitte und macht bei den Abnahmen (in jeder 2. Runde) in jedem Abschnitt eine doppelte Abnahme (2M heben, nächste stricken, die gehobenen über die gestrickte Masche ziehen). Pro Abnahmerunde werden also 12 M abgenommen. An der Stelle rechnet man noch nach, ob im Laufe des Strickens der vorgesehenen Reihen die M aufgebraucht sind. Die verbliebenen 6 M zieht man zusammen. Wichtig ist mit der Mitte des Zählmusters zu beginnen d.h. in der Mitte des Rapports. Die angesetzten Fäden ist es ratsam gleich miteinzustricken weben. Dann hat man weniger zu vernähen. Um eine schöne, homogene Abseite des Gestricks zu bekommen, habe ich die Fäden fast immer in der 3. M miteingewebt. So, das war's dann.