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Dienstag, 3. November 2015

Tellermütze ausführfertig

 Die Mütze ist fertig. Nach langer Überlegung habe ich das Rad auf dem hellen Hintergrund gestrickt und bin zufrieden.
Hier sind die Daten zu meinem Tam.
Gewicht: 66 g
Nadeln: 2 und 2,5
Wolle: 4-fädige Sockenwolle von Regia

Natürlich kann die Sockenwolle mit der richtigen reinen Schurwolle nicht mithalten. Die Mütze ist nur ein Probeexemplar und dazu eignete sich die Regia hervorragend. Die Fair Isle Stricktechnik hat mich so aufs Neue begeistert, dass ich schon  weitere Projekte in dieser Technik plane. Das ist die wundervollste Möglichkeit seine Wollreste zu verstricken und farbige Muster auszuprobieren.

 An dieser Stelle möchte ich mit euch meine Erfahrung zum Stricken solcher Mützen teilen. Wichtig ist es bei der Farbwahl auf gute Farbkontraste zu achten. Die Maschenprobe ist unbedingt notwendig. Die Mütze soll ja gut sitzen. Das Bündchen ist nicht elastisch, deshalb bitte noch einmal prüfen, ob es nicht zu eng oder zu weit sitzt, bevor man den unteren Rand strickt. Das Bündchen mit einer dünneren Nadel stricken als den Mützenkörper. Ich habe mit der 2-er Nadel gestrickt. Bei der Musterwahl habe ich diese Quellen durchgestöbert und bin fündig geworden.

 
Mein Tipp, wenn die ausgewählten Musterrapporte nicht aufgehen: man darf zwischen den Mustern 2-4 Maschen verschwinden lassen (durch Zusammenstricken) oder dazugeben (durch Zunehmen aus dem Querfaden). Das fällt später nicht auf. Der untere Mützenrand, seine Höhe/Breite, ist für den Durchmesser der Mütze entscheidend. Wenn man ihn fertig hat, sollte man die Maschen auf eine lange Rundnadel nehmen und den Durchmesser prüfen. Er sollte an der äußeren Kante ca. 23 cm betragen. Dann kommt der obere Mützenrand, der von der Maschenzahl her mit dem unteren identisch ist. Nach 7-8 cm in der Höhe, gemessen ab dem Bündchen (nicht mitmessen) wird das Rad der Mütze gestrickt. Wenn man die Mütze so hinlegt, dass der untere Rand unter dem oberen liegt, hat man genau das Loch vor den Augen, das noch mit dem Mützendeckel zu füllen ist (ca.16 cm im Durchmesser). Wenn man den Radius nimmt (ca.8 cm), dann kann man  leicht ausrechnen über wie viele Reihen das Rad sich erstrecken darf. Wenn man einen 6-zackigen Stern haben möchte, teilt man die Maschen in 6 gleiche Abschnitte und macht bei den Abnahmen (in jeder 2. Runde) in jedem Abschnitt eine doppelte Abnahme (2M heben, nächste stricken, die gehobenen über die gestrickte Masche ziehen). Pro Abnahmerunde werden also 12 M abgenommen. An der Stelle rechnet man noch nach, ob im Laufe des Strickens der vorgesehenen Reihen die M aufgebraucht sind. Die verbliebenen 6 M zieht man zusammen. Wichtig ist mit der Mitte des Zählmusters zu beginnen d.h. in der Mitte des Rapports. Die angesetzten Fäden ist es ratsam gleich miteinzustricken weben. Dann hat man weniger zu vernähen. Um eine schöne, homogene Abseite des Gestricks zu bekommen, habe ich die Fäden fast immer in der 3. M miteingewebt. So, das war's dann.




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