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Montag, 29. September 2014

Endlich 1. Anprobe

Am Freitag fing es an... (KAL bei Anett).  Die Anleitung ausgedruckt und los. Zwischendurch noch arbeiten gewesen, ab und zu gegessen und Sport getrieben. Am Sonntag merkte ich, dass ich völlig dehidriert bin. Wenn man so konzentriert bei der Sache ist, vergisst man schon gerne zu trinken, der Magen wird auch böse beschimpft, wenn er zu viel Hunger meldet. Also, heute ist die 1. Anprobe, denn ich möchte ja die bösen Überraschungen vermeiden und wenn nötig noch rechtzeitig "eingreifen" können.



Bis jetzt bin ich zufrieden, Sorgen bereitet mir die "Gabelung" im Rücken trotzdem. Ich möchte keine richtige weite A-Form haben. Da muss ich mir noch was überlegen.

Mittwoch, 24. September 2014

Tagesworkshop in Bruchhausen-Vilsen

Für mich selbst ganz überraschend (nach der Fahrt am Freitag nach Osnabrück)  fand ich mich am Samstag Morgen in Bruchhausen-Vilsen wieder. Nach dem vielen Stricken wollte ich zum Ausgleich unbedingt nähen und meine Nachbarin hatte auch Lust und Zeit. Wir sind so zeitig von zu Hause losgefahren, dass wir noch eine gute halbe Stunde durch das schläfrige Örtchen spazieren gehen konnten. Es war zwar neblig, aber herrlich.



An der Fassade lehnen sich drei alte Birnbäume und die herunterfallenden reifen Birnen jagen den
Passanten Schreck ein. Der Brunnen am Rande des Hauptplatzes sollte wahrscheinlich die Geschichte des Städtchens aufgreifen. Die Frau wringt da was und ich sehe darin einen Wollstrang...


 Ich habe meine Decke zugeschnitten und 12 Blöcke fertiggenäht. Ich habe definitiv zu wenig Stoff. Es war schon komisches Gefühl, wenn 10 Nähmaschinen gleichzeitig arbeiten. Jede singt ihre eigene Melodie und man fühlt sich wie in einer chinesischen Näherei. Jede will so viel wie möglich schaffen. Zum Schluss war ich völlig dehidriert, aber zufrieden.


Ich durfte einen sehr schönen Tag genießen. 


Dienstag, 23. September 2014

Nadel und Faden Osnabrück 2014

 Dieses Jahr war das schon die 20. Messe für textile Kunst und Handarbeit in Osnabrück. Die renovierte Osnabrücker Halle empfing die Besucherinnen der Messe mit viel Weiß (an den Wänden), Licht und Charm.



Ich bin schwer zu beeindrucken, aber dieses Kunstwerk löste bei mir helle Freude aus. Das waren die Damen aus Detmold (wenn ich mich nicht irre), die so eine tolle Deko für ihren Stand gemacht haben. Sie hatten viele tolle Pullis (Eigendesign) und sowohl die Bücher als auch die Wolle von MARIANNE ISAGER. Da konnte ich stöbern und stöbern und stöbern.
Endlich konnte ich die dibadu Wolle befühlen, die ich nur vom PC Bildschirm kannte. Die Wolle-, Seide-, Alpaka- und Kaschmirmischungen sind wirklich traumhaft weich und die Farbigkeit sehr schön. Irgendwann werde ich mir auch die Funnies gönnen. Es gab bei anderen Ausstellern auch genug handgefärbte Wolle, die einen nur so traurig anschaute und schämte sich für ihr Aussehen... Frau Kindla, wie erwartet, war gut umlagert und verkaufte in diesem Jahr keine Einzelanleitungen ihrer Modelle, aber die von ihr ausgestellten Sachen brachten mich auf eine oder andere Idee.



Das Kleidchen ist simpel quergestrickt mit einem Einsatz aus verkürzten Reihen, aber ich fand es hübsch. Irgend was, was ich nach der Messe unbedingt nachstricken müsste, habe ich leider entweder nicht gesehen oder vielleicht übersehen. Ich habe es mir vorgenommen schon vor der Messe, den Stand mit Leinen aus Litauen zu besuchen (für eine Litauerin gehört sich das einfach). Es waren hübsche sehr dünne Ponchos aus Leinen (maschinell gestrickt) zu bestaunen. Der lit. Leinen ist unverwechselbar durch seine Dünnheit. In meinen jungen Jahren habe ich Kleider daraus meistens gehäkelt. Heute verstricken ihn original Litauerinnen 4-fädig und dort ist das das Sommergarn schlechthin. Natürlich habe ich Frau Kluge vermisst. Sie war für Nadel und Faden immer eine Bereicherung mit ihren Arbeiten. Am Stand von der WollWerkstatt-Kiel bin ich in eine heiße Diskussion über die Haarnadeln, die einen Haarknoten besonders gut halten können, geraten. Es stellte sich heraus, dass gefühlte 10 Frauen mit Haarknotenfrisuren sich da einfanden und eine energische Dame drehte aus ihrem Knoten eine Scroo Haarnadel raus und da musste ich stehenbleiben und schauen. Solche Haarnadel habe ich bis jetzt nicht gekannt: die "Finger" der Haarnadel sind nicht gewellt wie bei einer normalen, sondern zu Spiralen gedreht. Wer mag, kann googeln. Wieder was gelernt.
 Von den Stricknadeln gab es alles: Bambus-, Rosenholz-, Veilchenholz-, Karbonz-, Stahlnadeln. Mich überraschten eher die Nadelstärken z.B.: 1mm Nadelspiele oder 10cm lange Nadelspiele für Fingerhandschuhe. Entdeckung der Messe, persönlich für mich, war Häkelnadelmaß. 
Zum Thema Stoffe: gabs viele, schöne, unterschiedliche, sogar afrikanische (fand ich sehr interessant). Ich suchte nur Bali Batik. Bah war das schwer. Ich dachte schon, ich fahre nach Hause ohne. Ich habe fast an jedem Patchworkstoffe-Stand danach gefragt, aber dann fragte ich nur noch nach Batik (ohne Bali) und die liebe Frau Tietz (Quiltshop Kaleidoskop) zog einen Karton unter einem Tisch heraus und da lagen die gesuchten Stöffchen. Hier möchte ich meinen Bericht beenden, aber ein Punkt brennt mir noch auf der Zunge.
Aus irgend einem Grund auch immer, beschränkten sich die angebotenen Workshops auf Stickereien verschiedener Art (dekoratives, experimentelles Sticken, Modernes Sashiko, Crewel- und Goldstickerei, seidenbänderstickerei und Stumpworkstickerei). Man konnte aber dreidimensionale Organismen aus der Unterwasserwelt (Nautilus) häkeln. Auch schön, aber für das nächste Mal würde ich mir mehr Vielfalt bei den Workshops wünschen.


Samstag, 13. September 2014

Färben mit HDupont Classique

Nicht, dass ich nichts zu tun hätte, aber ich habe mir Wollekaufverbor auferlegt. Der KAL bei Anett fängt  am 26. September an. Was macht Frau in so einer "dramatischen" Situation? In den heimischen Wollwäldern auf Pilzesuche gehen? Ja... habe leider nichts Passendes. Die einzige Wolle, die der Stärke nach in etwa passen würde, ist gestreift. Zwar pastellig, aber gestreift. Die Wolle würde das Muster "schlucken" und die Streifen die Eleganz zerstören. Zum Glück habe ich bei der Suche noch 3 Stränge wollweißer Wolle gefunden, weiß gar nicht mehr wann und wo ich sie gekauft habe. Die Banderolen waren auch nicht drann, fühlte sich aber weich an (ich tippe auf Merino/Alpaka Gemisch). Nach dem Wiegen habe ich mich für dieses Abenteuer entschieden: ich färbe mal wieder, diesmal mit einer flüssigen Seidenmalfarbe, die auch für Wolle gedacht ist.
 





 Das Einweichen der Wolle,
das Färbebad und das Resultat. Auf dem Foto sieht man die leichte Mellierung nicht so gut, die ist aber da und genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Jetzt werden die Stränge noch draußen von der Sonne und dem Wind geküsst und hoffentlich morgen kann ich schon den 1.Strang abwickeln und die Maschenprobe stricken.

Noch ein Paar Sätze zu dem Färbemittel. Ich bin begeistert. Im Vergleich zu den Ashford-Farben entfällt schon mal der Farbstaub und das Anrühren der Farben, weil die HDupont Classique ja flüssig und hochkonzentriert sind. Die flüssige Farbe ist geruchsneutral und stinkt nicht nach Chemie wie das Färbepulver von Ashford. Mit 125ml Farbe habe ich 500g Wolle gefärbt. Zu der Ergiebigkeit beider Färbemittel kann ich leider nichts sagen. HDupont Classique gibt es in großer Farbauswahl und 3 Flaschen-Größen.




 Ich musste mir schon überlegen, wie ich die Farbe hinkriege, aber ich glaube es ist mir gut gelungen, sie zu treffen.

Da sind die Mellierungen besser zu sehen.











Hier ist meine diesjährige Cranberry-Ernte. Hoffentlich bleibt sie mir erhalten. Meine ersten Aronia Beeren haben die gefiederten Freunde vernascht...


Montag, 1. September 2014

3 D - was nun?

Gestern noch schnell dieses Muster ausprobiert. Sieht aus wie Zopf, ist aber nicht. Beim Stricken wird nichts "verzopft", man kommt nur mit linken und rechten Maschen aus. Meines Erachtens ist das toll.






Es reizt mich enorm, muss ich schon sagen, damit etwas Strickiges (gibt es das Wort überhaupt?) anzufangen. Die Wolle ist da, der Wunsch/das Verlangen ist da, die Zeit feeeeehlt! Was nun?

Die Schräubchen im Gehirn drehen sich, dass es rattert. Wenn ich meine Idee zu diesem Muster verwirklichen will, müssen noch einige technische Fragen beantwortet werden. Grübel, grübel, aber auf dem Gewissen habe ich noch die Strickjacke aus dem Mystery KAL aus Quadraten. Die ist eigentlich zuerst  dran...